Die Geschichte von ethnohype

Die Idee zu Ethnohype entstand während einer Reise in die Ngäbe-Buglé-Provinz im Regenwald Panamas. Dort entdeckte ich zum ersten Mal die außergewöhnliche Schönheit der traditionellen Chácaras – handgefertigte Taschen, die tief in der Kultur der Ngäbe-Buglé verwurzelt sind.

Neugierig auf ihre Herkunft und Herstellung näherte ich mich einer Gruppe von Frauen, die diese Taschen seit Generationen fertigen. Als Bekleidungsingenieurin war ich sofort fasziniert von dem ursprünglichen „Back-to-Roots“-Verfahren, bei dem Materialien aus der Natur gewonnen und in sorgfältiger Handarbeit verarbeitet werden. Der gesamte Prozess – von der Gewinnung der Pflanzenfasern bis zum Häkeln der Taschen – geschieht im Einklang mit der Natur und ohne industrielle Hilfsmittel.

Mit der Zeit durfte ich immer mehr über dieses traditionelle Handwerk lernen, das von Frauen über Generationen hinweg an ihre Töchter und Enkelinnen weitergegeben wird. Jede Tasche ist das Ergebnis von Geduld, Erfahrung und kulturellem Wissen.

Die Chácaras sind nicht nur Taschen – sie sind Teil ihres Alltags. Oft tragen die Frauen sogar ihre Kleinkinder darin, was zeigt, wie robust und vielseitig sie sind. Auch die Muster der Taschen erzählen Geschichten. Sie sind von der Natur und der Umgebung inspiriert – zum Beispiel stehen Dreiecke für die umliegenden Berge.

Aus dieser Begegnung, der Faszination für das Handwerk und dem Respekt für diese Tradition entstand Ethnohype – mit dem Ziel, diese besondere Kultur sichtbar zu machen und gleichzeitig die Frauen und ihr Wissen zu unterstützen.

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